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Talententwicklung

Potenziale zu echten Stärken entwickeln

Jedes Talent ist einzigartig. Daher bedarf es einer individuellen Entwicklung, um Potenziale zu echten Stärken zu machen. In der Talententwicklung unterscheiden wir vier Phasen.

 

1. Phase: Entwicklungsplan

Die Förderung von Talenten beginnt mit einem realistischen Entwicklungsplan, der auf Basis der Potenzialanalyse aufbaut. Dieser Plan konkretisiert die Entwicklungsfelder, stellt die zu entwickelnden Potenziale heraus, nennt die Entwicklungsziele und beschreibt die geplanten Maßnahmen.

Die Kernfrage: Welche Kompetenzfelder gilt es zu entwickeln?

Soll man sich auf die bereits vorhandenen Stärken (Stärkenansatz) oder Minimumfaktoren (Schwächenansatz) fokussieren? Wir sehen zwischen Talententwicklung nach dem reinen Stärken- oder Minimumansatz noch einen dritten Weg: Aus den bereits vorhandenen Kompetenzen, den identifizierten Potenzialen sowie den zugrundeliegenden Motivationen werden im Abgleich mit den benötigten Kompetenzen der Zielposition bzw. Zielebene im Unternehmen fokussierte Entwicklungsfelder gewonnen.

2. Phase: Entwicklungsmaßnahmen

Die Entwicklungsmaßnahmen sollten durch die Entwicklungsziele geprägt sein, die sich aus den geforderten Kompetenzen möglicher Zielpositionen ergibt. Die Entwicklung ist dann erfolgreich, wenn aus Potenzialen Handlungskompetenzen werden und die PS der Talente auf die Straße gebracht werden.

Die eigentliche Förderung geschieht heute meistens mit einem Maßnahmenportfolio aus programmatischen und individuellen Elementen. Zunehmend wichtiger wird auch ein hohes Maß an Selbstverantwortung mit Selbstlernmodulen sowie Austausch in Netzwerken und kollegialen Plattformen.

3. Phase: Stretching Jobs

Sinnvoll sind sogenannte stretching jobs, denn Entwicklung geschieht am stärksten im learning on the job, der aber dehnbar ist bzw. flexibel wachsen sollte. Dies kann durch Erweiterung der Verantwortung, Stellvertreteraufgaben, Auslandseinsätze sowie Zusatzaufgaben erreicht werden.

4. Phase: Evaluierung

Abschließend ist die Erreichung der vorher bestimmten Entwicklungsziele zu messen, denn Talententwicklung ohne Nachweis der erarbeiteten Kompetenzen ist ökonomisch schwer vertretbar. Konnten die Potenziale des Talents auch in eine echte Handlungskompetenz entwickelt werden?

Talententwicklung mit Active Learning

Mit Active Learning wird die Wahrnehmung der Talente geschärft (MY WORLD), deren Fähigkeiten reflektiert (MYSELF) und die Selbstwirksamkeit trainiert (MY IMPACT). So können sich aus Potenzialen echte Handlungskompetenzen entwickeln:

  • 1. In Simulationen für das Ausprobieren und die Entwicklung relevanter Handlungskompetenzen.
  • 2. In einer Real-Business-Simulation zur Auswahl von Talenten oder zur Unterstützung der Laufbahnentscheidung.
  • 3. In einem Development Center, das die situativ passende Anwendung der gelernten Kompetenzen feststellen soll.

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