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Mythen in der Personaldiagnostik entlarven

Schwarz/Weiß-Denken vermeiden und Grenzen von Vorurteilen überwinden

Um das Thema Personaldiagnostik ranken sich viele Mythen und Vorurteile. Im Allgemeinen haben Mythen und Vorurteile nicht nur Nachteile: Es ist immer ein Stückchen Wahrheit daran. Zudem bieten starre Haltungen zu bestimmten Themen Stabilität. Haben mehrere Personen die gleiche Ansicht, verbinden sie sogar. Ein Teamgefühl entsteht. Umso kultivierter Mythen sind, desto mehr können sie jedoch den Fortschritt bremsen. Dort wo feste Paradigmen regieren hat Innovation meist wenig Platz, Vordenker haben es schwer, Changemanager kämpfen gegen Windmühlen. Wie können Personalentwickler und -verantwortliche diesem Kampf entkommen und sich wieder aufs Wesentliche konzentrieren?

Als HR Beratung begegnen uns bestimmte Mythen in der Personalentwicklung/-diagnostik regelmäßig. Im Folgenden möchten wir die zwei häufigsten Mythen aus der Personaldiagnostik aufzeigen und diese überprüfen.

1. "Eignungstests sind nur in großen Unternehmen sinnvoll."

Ja, es stimmt. Teilweise. Eignungstests helfen vor allem dabei, eine Vorselektion bei einer großen Anzahl an Bewerbern vorzunehmen. Das bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass Eignungstests in kleineren und mittelständischen Unternehmen ohne signifikanten Mehrwert sind. Je nach Testverfahren (Fähigkeiten, Psychometrie, Typologie) erhalten Personalverantwortliche eine gezielte Einsicht in einen bestimmten Teil einer Persönlichkeit eines Bewerbers. Für ein persönliches Gespräch ist dies Gold wert. Vor dem Hintergrund des Testergebnisses können Personaler präzisere Fragen stellen und Informationen über einen Kandidaten erhalten, die im Rahmen eines einfachen Gesprächs einer gewissen Zeit bedürften. Ein Eignungstest ist wie eine Lupe, gerichtet auf ein bestimmtes Feld einer Persönlichkeit, welches mit dem bloßen Auge nur schwer erkennbar ist. Eignungstests sind also nicht nur in großen Unternehmen sinnvoll. Sie sind immer dann sinnvoll, wenn ein präziser Blick auf einen Teil einer Persönlichkeit notwendig ist.

2. "Eignungstests erfassen die Komplexität einer Person nicht."

Ja, es stimmt. Eignungstests sind nicht dafür entwickelt eine Persönlichkeit voll und ganz zu erfassen. Eine Lupe ist dafür gemacht bestimmte Punkte präzise zu erfassen. Dieser Mythos hat also einen wahren Kern. Doch ist dies ein Grund sich in der Ohnmacht zu wähnen? Gibt es vielleicht mehr als die Auswahl zwischen Einsatz von Eignungstests und den Einsatz eines persönlichen Interviews?

Immer populärer werden multimethodale Verfahren (guter Mix aus unterschiedlichen Methoden), um Defizite bei der Personaleinschätzung zu vermeiden. Strametz & Associates bietet Verfahren für verschiedene diagnostische Anwendungsfelder und Kundenbedürfnisse an. Eine weitere Möglichkeit ist die Verhaltensorientierte Diagnostik durch Reality Simulationen, bspw. im Real Business Assessment und/oder Development Center. Hierbei erleben Kandidaten komprimierte, realitätsnahe Führungs- und oder Belastungssituationen, wie sie unter normalen Bedingungen im Unternehmen auftreten können. Was kaum ein Eignungstest und kaum ein Interview schafft, ist die Kandidaten aus einem reflektierten Modus in einen situativen Handlungsmodus zu bewegen. Dort, wo das echte in der Realität zu erwartende Verhalten einer Person innerhalb kürzester Zeit sichtbar wird, hat die Personaldiagnostik ihren größten Dienst getan.

Fazit

Mythen enthalten Teilwahrheiten. Daher erfreuen sie sich einer breiten Akzeptanz. Mit dem richtigen Partner an der eigenen Seite können Unternehmen heutzutage jedoch weit über die Grenzen von Mythen treten und damit ihre Schlagkraft (oder Wirksamkeit) erheblich steigern.

Für Rückfragen zu diesem Kurzartikel stehen Ihnen gerne unsere Personaldiagnostikexperten von Strametz & Associates zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns gerne.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von Strametz & Associates

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