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5 Herausforderungen, die Sie bei Next Leadership kennen sollten - Teil II

Herausforderung Nr. 2

Fehlender Leidensdruck oder fehlende Perspektive

Veränderungen benötigen Leidensdruck oder positive Zukunftsaussichten. Entweder überwiegt der aktuelle Schmerz den Energieaufwand der Veränderung oder der Ausblick auf eine bessere Zukunft erzeugt mehr Pull-Energie als Veränderungsaufwand. Den Unternehmen in Deutschland geht es überwiegend gut, noch ist man mit den alten Mustern erfolgreich. Warum sollte man etwas ändern?

Zudem sind die Aussichten teilweise so ungewiss, dass als Alternative auch kein Purpose in Sicht ist, der genug Veränderungsenergie erzeugt. 
Jim Collins hat in seinem Bestseller „Der Weg zu den Besten“ herausgestellt, dass das Gute der Feind des Besten ist und in seiner empirischen Untersuchung nur wenige Unternehmen gefunden, die ein Spitzenergebnis mindestens 15 Jahre halten konnten, sprich nachhaltig erfolgreich waren. Bei den Erfolgsfaktoren spielte übrigens der technologische Wandel bei der Transformation zu einem Spitzenunternehmen kaum eine Rolle. Vielmehr waren die Führungsqualitäten entscheidend. Collins entdeckte bereits 2001 bei den untersuchten Spitzenunternehmen Leadership Ansätze, die in der heutigen New oder Next Leadership Debatte populär sind, wie etwa „Führungsanspruch beginnt nicht mit einer Vision. Er beginnt damit, dass man gemeinsam mit den richtigen Leuten die aktuelle Situation analysiert und eine Vision entwickelt.“ (Jim Collins „Der Weg zu den Besten" 2011, S. 109)

Geht es einem zu gut, ist der Schmerz, das Erreichte zu verlieren, größer als der emotionale Gewinn, Neues dazuzugewinnen. Das bedeutet in der Praxis: Die Kombination von heutigem Erfolg gepaart mit einer fehlenden Perspektive für die Zukunft, die mehr bieten muss, als noch höhere Renditen zu erzielen, ist brandgefährlich für jede Veränderungsbewegung und damit auch für Next Leadership. Das Beispiel Nokia zeigt, wie das enden kann.

In der nächsten Woche können Sie mehr über die Herausforderung der geführten Mitarbeiter erfahren!

Weitere Beiträge rund um das Thema Next Leadership gibt es unter www.nextleader.de

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