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Führung die Sinn macht

Führung die Sinn macht

Menschen streben danach, ihr Leben als kohärente Geschichte erzählen zu können: Als Narrativ mit erstrebenswerten Zielen in der Zukunft und einer Vergangenheit, die Kraft spendet durch das Gute, auf das wir zurückblicken, doch auch auf die Krisen an denen wir gewachsen sind.

Wenn Integration der Vergangenheit und Antizipation der Zukunft ein stimmiges Ganzes im Heute ergeben, dann sagen Menschen: Das macht Sinn.

Ein Mangel an Arbeitssinn kann uns in die innere Emigration manövrieren.

Sinn-Stiftung ist Führungsaufgabe:

Führungskräfte haben die Autorität, auf die Aufgaben und das unmittelbare Erleben der direkt Mitarbeitenden einzuwirken. Durch die Qualität ihrer Führungsarbeit und ihrer Wertehaltung können sie das Sinn-Erleben ihrer Mitarbeiter wie auch weitere erfolgskritische Faktoren massiv beeinflussen.

Führungsverhalten die das Sinn-Erleben beeinflussen:

Claritiy – Ziele des Tuns verdeutlichen

Authenticity – Sich authentisch in der Führungsrolle verhalten

Respect – Mitarbeiter respektvoll behandeln

Mattering – Mitarbeitern darlegen wie ihre Arbeit zum Erfolg des Gesamtsystems beiträgt

Autonomy – Möglichst viele Entscheidungen an Mitarbeiter delegieren

Diese Bausteine werden durch den Willen der Führungskraft ergänzt, den Aufgabenbereich eines Mitarbeitenden so zu individualisieren, dass die Arbeit dessen Motiven und Stärken möglichst nahekommt.

 

Wer sich im Rahmen seiner Aufgabe als selbstwirksam erlebt, wer den Eindruck hat, einen Beitrag für das große Ganze zu leisten, sich mit den Werten der Organisation identifiziert, das Gefühl verspürt dem eigenen Wesen in der Arbeit näher zu kommen, der profitiert von einem erhöhten Level an Arbeitssinn.

Die KAARMA-Studie von Dr. Rose und Prof. Steger zeigt, welch starken Effekt die Führung auf das Erleben der Mitarbeitenden hat: Mitarbeiter von überdurchschnittlichen Führungskräften haben ein deutlich höheres Sinn-Erleben, Flow-Erleben, Stolzgefühl und Zufriedenheitsgefühl. Lediglich im Bereich Engagement spielt es im Vergleich nicht eine solch hohe Rolle – Menschen lassen sich von schlechter Führung nur zum Teil die Motivation rauben.

 

Quelle: Dr. Nico Rose, Prof. Dr. Michael F. Steger: „Führung, die Sinn macht. Manager brauchen gutes Charma“ aus Organisationsentwicklung, Heft 4 /17; Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Change Management

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