New Work

Was bedeutet New Work?

New Work, Neue Arbeit, Arbeit 4.0 oder wie auch immer man diese Entwicklung nennen möchte, findet ihren Ursprung in drei wesentlichen Dimensionen:

  1. Wirtschaftliche Entwicklungen im Sinne der zunehmenden Globalisierung, die zu stärkeren Abhängigkeiten und Vernetzungen von Unternehmen und zu steigender Dynamik und Komplexität führen.
  2. Technologischer Fortschritt, der im Wesentlichen unter dem Schlagwort Digitalisierung zusammengefasst werden kann und damit eine zunehmende Flexibilisierung in vielen Bereichen ermöglicht.
  3. Gesellschaftliche Veränderungen, die in zunehmende Diversität, Individualisierung und Veränderungen der Wertevorstellungen resultieren.

New Work ist sozusagen die komprimierte Antwort auf diese Entwicklungen.

Der teilweise verborgene Schwerpunkt liegt jedoch auf den kulturellen Veränderungen in den Organisationen. Werte wie Sinnerfüllung, Selbstständigkeit, Freiheit und Teilhabe werden sehr viel relevanter und verlangen nach praktischen Antworten.

Die Treiber und Potenzialfelder

Die wichtigsten Treiber sind die Menschen in der Organisation selbst, also die Mitarbeiter und Führungskräfte. Für die Beteiligten mehr Selbstständigkeit, Gestaltungsmöglichkeiten, individuelle Förderung sowie Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen, ist Aufgabe der Führungskräfte, die damit auch Mitarbeiterbindung, bessere Performance und Sinnvermittlung als Ziele des New Work erreichen können.

Allerdings sieht es in der Praxis häufig so aus, dass die Führungskräfte selbst die Getriebenen sind, die Shareholderinteressen, Mitarbeiterwünsche und Kundenanforderungen unter einen Hut bringen müssen - in einer Arbeitswelt, die mit neuen Strukturen und digitalen Tools experimentiert und ständigem Wandel ausgesetzt ist. Um hier eine Chance für ein gewisses Maß an Stabilität und Sicherheit zu bieten, wird die Beziehung der Führungskraft zum Mitarbeiter immer entscheidender. Die Positionsmacht der Führungskraft geht zurück und sie kann auf diesem Wege immer weniger Einfluss auf den Mitarbeiter ausüben. Da Führung keine Beliebigkeit annehmen, sondern gemeinsames und zielgerichtetes Handeln sicherstellen soll, kommt es besonders auf das gegenseitige Vertrauen in der Führungsbeziehung an.

Es gilt die Führungskraft darauf vorzubereiten, mit ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe zu arbeiten, sodass sie gemeinsam wachsen und Ziele erreichen können. Dies spüren dann am Ende auch die Kunden, vor allem dann, wenn diese in die Zusammenarbeit eingebunden werden.

Transformation als ständiger Wandel

Es geht bei New Work nicht mehr um einen einmaligen Transformationsprozess, der an einer Stelle startet und eine Veränderung zum Soll-Zustand herbeiführt. Vielmehr befinden wir uns in einem ständigen Wandel, der Anpassungsbereitschaft und Flexibilität erfordert. Gleichzeitig benötigen wir brauchbare Strukturen und Prozesse, um uns effektiv organisieren zu können sowie eine gewisse Stabilität und Kontinuität sicherzustellen. Diesen Konflikt gilt es zu erkennen und als ständige Herausforderung zu anzunehmen.

Die wichtigste Voraussetzung ist, dass das Top-Management New Work bzw. das, was es darunter versteht, will und z.B. durch entsprechende Leitbilder und strukturelle Rahmenbedingungen den Boden dafür bereitet. Am Ende des Tages aber kommt es auf das Verhalten im Arbeitsalltag an. Hier ist kulturelle Transformation gefragt und die passiert eben nicht von heute auf morgen, sondern bedarf einer langfristigen Perspektive. Veränderung muss als Existenzberechtigung von Führung begriffen werden. Dieses Paradigma muss als Erstes gesetzt werden. Praktisch sollten daher die Führungskräfte vor allem eine mentale und menschliche und nicht nur methodische Agilität trainieren. Durch Coaching, kollegiale Beratung, Maßnahmen der Selbstreflexion und starke Feedbackprozesse kann man die Nachhaltigkeit unterstützen. Zudem ist es wichtig, dass ein solcher Prozess gleich zu Beginn auf eine breite Basis gestellt wird, in den die Führungskräfte aller Ebenen sowie auch die Mitarbeiter eingebunden sind. Je besser die Menschen abgeholt werden, desto optimaler wird auch die Umsetzung funktionieren.

 

Next Leadership

Was diese Veränderungen und Prozesse konkret für Führung bedeuten finden sie unter Next Leadership.

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