Hindernisse in der Selbstführung überwinden Teil V

Saboteure der Selbstführung Teil V

Selektive Wahrnehmung durchschauen

Selbstführung ist eine Voraussetzung für erfolgreiche Führung – diese Erkenntnis ist mittlerweile in den Führungsetagen angekommen. Doch welche inneren Hindernisse müssen die Führungskräfte überwinden, welche inneren Saboteure zähmen, um sich selbst und die Anderen erfolgreich führen zu können? Mit dieser Serie haben wir diese Frage näher betrachtet und thematisieren im heutigen abschließenden Beitrag wie Führungskräfte mit selektiven Wahrnehmungsbeschränkungen umgehen können.

Um eigenverantwortlich sich selbst, Mitarbeiter, Kollegen und Chefs zu führen, braucht es außerdem das Wissen darüber, wie die Wahrnehmung funktioniert. Wir nehmen durch unsere Sinnesorgane wahr und filtern die Informationen, die auf uns einströmen. Als Wahrnehmungsfilter dienen uns die vergangenen Erfahrungen, Einstellungen, Glaubenssätze, Werte, Vorlieben oder Tabus, aktuelle Bedürfnisse, Stimmungen u.a. Tatsächlich lassen wir durch unsere subjektive Filter-Brille nur das durch, was zu unserem Inneren passt. Z.B. Hat ein Vorgesetzter bereits eine schlechte Meinung über einen Mitarbeiter gebildet, wird er im nächsten Mitarbeitergespräch vor allem das Verhalten wahrnehmen, das zu dieser Meinung passt. Ist man in einem konservativen Umfeld geprägt worden, wird es Einem
im Sinne der selektiven Wahrnehmung möglicherweise schwerfallen, die innovativen Ideen der Teammitglieder anzunehmen… All diese Filterprozesse verlaufen in Sekundenschnelle. Zeitgleich interpretieren und bewerten wir das Wahrgenommene auf der Grundlage unserer individuellen Filter und erschaffen dadurch Gefühle, die unser Handeln beeinflussen. Sprich: Um Situationen richtig einschätzen zu können, braucht es die Einsicht, dass das, was wir für wirklich halten, unsere individuelle Kreation ist und dass unser Gegenüber dieselbe Situation höchst wahrscheinlich anders sieht. Diese konstruktivistische Erkenntnis, dass die Wirklichkeit einer subjektiven Natur ist, stößt bei vielen Vorgesetzten ebenso auf Widerstände. Es schließt sich daraus, dass sie als Führungskräfte allein für ihre Gefühle verantwortlich sind, und dies macht die manchmal bequeme Opfer-Täter-Haltung unmöglich.

Es liegt auf der Hand, dass die Saboteure in unserem Inneren stark sind und dass Selbstführung viel Mut, Ehrlichkeit und Achtsamkeit abverlangt. Damit diese auch nachhaltig gelingt, braucht es seitens der Führungskräfte ein klares Commitment – tagein, tagaus. Sind Sie bereit?
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