Mythen in der Personaldiagnostik
entlarven IV

Realitätsbezug modernen Testverfahren

Nachdem in den letzten drei Artikeln bereits 5 Mythen beleuchtet wurden, werden wir heute auf Mythos Nr. 6 eingehen.

6. „Eignungstests liefern Ergebnisse, die mit der Realität im Berufsalltag nichts zu tun haben.“

Diese Aussage ist schlicht und ergreifend empirisch nicht korrekt. Wie verschiedenste Studien belegt haben, können gerade Eignungstests den späteren Berufserfolg eines Bewerbers am zuverlässigsten vorhersagen.

Allerdings stimmen mehr als die Hälfte der Personaler, die keine Einstellungstests in ihren Auswahlverfahren nutzen, dieser Aussage zu. Sie scheinen offensichtlich nicht die Ergebnisse der Metaanalysen von Schmidt und Hunter zu kennen. Aus diesem Grund hier ein Auszug: „…bei einem Vergleich von 18 Auswahlmethoden haben allgemeine Intelligenztests die höchste Validität (neben Arbeitsproben) aufgewiesen.“ Des Weiteren schreiben sie, dass kognitive Fähigkeitstests das beste Einzelinstrument zur Prognose von Trainingserfolgen und Leistungen für nahezu alle Berufe seien. Die Studien von Nachtwei und Schermuly bewiesen Ähnliches. Obwohl nur durchschnittlich 10% der Unternehmen Eignungstests in ihren Auswahlverfahren nutzen, haben diese die höchste Trefferquote von 36%. Dieses Ergebnis stützt, dass Personaler, die Eignungstests bereits nutzen, in nur noch 35% der Fälle glauben, dass Eignungstests keinen Realitätsbezug haben. Sie scheinen schon gute Erfahrungen mit dem Instrument gemacht zu haben.

Wissenschaftlich ist die Wirksamkeit von Einstellungstests belegt worden. Auch unsere Kunden machen mit gut auf das Unternehmen und die Anforderungen der Stelle abgestimmten eignungsdiagnostischen Verfahren ausnahmslos positive Erfahrungen.

 

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